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Geschichte des Reitvereins


Schon seit urdenklichen Zeiten wurde in Forst Pferdezucht betrieben. Maßgeblich waren es die Fürstbischöfe zu Speyer, die nach dem 30-jährigen Krieg alles daran setzten, um der verarmten Landbevölkerung zu bescheidenem Wohlstand zu verhelfen und um die geschrumpften Pferdebestände zu vergrößern. Besonders unterstützte Fürstbischof Damian Hugo von Schönborn die Forster Bauern, denen er im Bruch eine ideale Fohlenweide zur Verfügung stellte. Bereits im Jahre 1829 verfügte Forst über mehr als 30 Zuchtstuten und dies bei nur 742 Einwohnern. In einer alten Schrift ist zu finden, "dass zu Forst immer brauchbare Pferde gezüchtet wurden".

Somit ist es nicht verwunderlich, dass am 26. Februar 1932 der Reiterverein Forst gegründet wurde. Als Reitdress wurde eine lichtblaue Reitjacke gewählt, die noch vielen in Erinnerung ist.

Bereits am 11. September 1932 wurde das erste eigene Reitturnier in Forst durchgeführt. Schon damals säumten annähernd 2.000 Zuschauer den Reitplatz, ein Zeichen der Anteilnahme der gesamten Forster Bevölkerung, eines Publikums, das dem Verein bis heute beispiellos treu geblieben ist. Seit dieser Zeit führt der Verein alljährlich sein Reitturnier durch, das sich wachsender Beliebtheit erfreute und zu dem immer mehr Vereine kamen, darunter in der Vorkriegszeit auch Soldaten der Garnisonen Ludwigsburg, Karlsruhe, Rastatt und Heidelberg. Die Forster Reiter beteiligten sich erfolgreich auch an anderen Reitturnieren und reisten zu diesem Zweck auch so weite Strecken bis nach Rastatt und in nördlicher Richtung bis nach Dossenheim. Diese weite Strecken wurden von den Vereinskameraden stets gemeinsam bewältigt und das Zusammensein war mit den Turnieren ein Höhepunkt und ein Fest für die Beteiligten.

Unterbrochen vom Krieg lebte die Vereinstätigkeit 1947 wieder auf und die Mitgliederzahl des Vereins und das Interesse am Reitsport wuchs wieder sprunghaft an. Die führende Rolle des Reitvereins Forst kommt auch dadurch zum Ausdruck, dass in Forst 1947 der Reiterring Hardt und ein Jahr später wiederum in Forst der Verband der badischen Reit- und Fahrvereine gegründet wurde.

Seit 1948 führte der Verein wiederum Reitturniere durch, die seit dieser Zeit traditionell immer an Pfingsten stattfinden und zu den bedeutesten Turnieren in der Region zählen.

Im Jahre 1958 wurde mit dem Bau der ersten eigenen Reithalle begonnen und anschließend konnte auch während den Wintermonaten die Ausbildung der Reiter und Pferde fortgeführt werden.

Im Zuge der Errichtung einer unterirdischen Schnellbahntrasse am Rande unserer Reitanlage errichtete der Verein ab 1980 einen neuen Springplatz, eine neue und vorbildliche Reithalle, eine neue Gaststätte und neue Außenanlagen, so dass auch heute zur Ausbildung der Reiterinnen / Reiter und Pferde beste Trainingsbedingungen zur Verfügung stehen.

Auch die Pferdezucht ist weiterhin ein Anliegen des Vereins. Seit vielen Jahren ist der Vereinsstall an das Haupt- und Landgestüt Marbach verpachtet, das auf dem Vereinsgelände eine Außenstelle unterhält. Während der Bedeckungszeit von Februar bis Juni eines jeden Jahres stehen den Pferdezüchtern qualitätsvolle Hengste des Landgestüts im Natursprung zur Verfügung. Dem Zuge der Zeit folgend wurde auch zusätzlich die künstliche Besamung eingeführt.

Dank dem unermüdlichem Engagement unserer Mitglieder, Freunde, Gönner und Sponsoren kann der Verein auch auf eine gute Zukunft hoffen.



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